August. Der Monat, in dem man hartnäckig versucht, die Zeit anzuhalten. Ich bin wieder 15. Bald ziehen die Störche fort, und mit ihnen die Sommerfreunde in ihre Städte. Es dämmert. Der Geruch von verbranntem Unkraut. Ich atme diese Luft tief ein, um mir die letzten unbeschwerten Tage einzuprägen. Genuss. Ich schaue mich um. Ich sehe, wie alles vor Leben strotzt. Die Kühe kommen von der Weide, um ihre Milch loszuwerden. Die Felder sind voller Ernte. Die Leute wuseln durch die Höfe und bringen das Vieh für die Nacht unter. Morgen um sechs geht es raus zum Kartoffelgraben, obwohl ich vielleicht erst gegen Morgen zurückkomme. Aber das stört mich nicht, es gefällt mir sogar. Ich will alles schaffen. Die angenehme Müdigkeit von der Feldarbeit lässt einen die Erholung gebührend genießen. Kühle. In den Händen eine Scheibe süße Wassermelone, und ringsum herzliche Familiengespräche. So ist es für mich, das Ende des Sommers. Ich bin wieder klein.

Ein Foto, auf dem ich etwa 15 bin. Ich bin in Drosdiwka und habe bordeauxrote Haare.